Gedenkveranstaltung am 08. November, 13:00 Uhr, KZ-Gedenkstätte Dachau
Gedenkrede: Frank Weneke, ver.di
Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938, die sogenannte „Nacht der Schande“, markierte den Übergang von Diskriminierung und Ausgrenzung hin zu offener Feindschaft und der systematischen Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland
und Europa.
Die systematische Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden durch die NS-Diktatur „(...) war ein Ereignis solcher Tragweite, dass der Mantel des Vergessens sich nie darüber senken wird. Es ist ein Ereignis außerhalb jeder Zeit“ (Claude Lanzmann).
Das Erinnern und Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus bedeutet für die bayerische Gewerkschaftsjugend seit über 70 Jahren eine nachdenkliche und kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Aber es ist auch Auftrag für
die Gegenwart für alle demokratischen Kräfte, den Versuchen einer Umdeutung und Verharmlosung der Geschichte entschieden entgegenzutreten: Es gilt, gemeinsam gegen die Zunahme und Normalisierung rassistischer und antisemitischer Hetze und rechter Gewalt einzustehen, denn sie sind nicht Teil des demokratischen
Meinungsspektrums. In Zeiten wie diesen ist das Gedenken für die DGB-Jugend umso mehr mit der moralischen und politischen Verpflichtung verbunden, ein erneutes Erstarken faschistischer Kräfte zu verhindern und aktiv für die Gestaltung einer menschenwürdigen und solidarischen Zukunft einzutreten.
Der Text ist vollständig entnommen dem DBG-Flyer zur Veranstaltung.
