Stand 07.01.2026
Vorbemerkung: Der Text beruht auf Beiträgen und Ergebnissen der bisherigen Diskussionen. Er soll für weitere Diskussionen und Beiträge der Kandidierenden als „Arbeitspapier“ offenbleiben.
Sobald eine Endgültige Fassung erstellt wurde wird sie entsprechend gekennzeichnet.
Transparente, ökologische und sozial gerechte Gemeinde
Wir wollen unser Zusammenleben in einer sozial verantwortlichen, aktiven und ökologisch ausgerichteten Gemeinde gestalten und uns dabei den Herausforderungen durch die Erderwärmung proaktiv stellen. Wir wollen für einen guten sozialen Zusammenhalt, eine bessere Umwelt und eine nachhaltigere Wirtschaft arbeiten.
Klimaschutz für Eching
Wir wollen den Hochlauf der Elektromobilität durch den Ausbau der Ladesäulen-Infrastruktur, auch für Bus und Lkw, vorantreiben.
In der Wärmeplanung setzen wir uns für eine Tiefengeothermiebohrung zur Fernwärmeversorgung und die Etablierung von Inselnetzen in der sog. kalten Nahwärme ein. Der Nutzung von Oberflächengewässern oder Abwassersystemen zur Wärmegewinnung stehen wir offen gegenüber und unterstützen Machbarkeitsstudien in diesem Bereich. Wir fordern die Einführung einer Energieagentur auf Landkreisebene nach Vorbild des Landkreises Ebersberg, um die Beratungsfunktionen für die Bürgerinnen und Bürger sowie örtliche Betriebe qualitativ hochwertig, zentral und effizient zu organisieren.
Wir wollen die Grünzüge im Gemeindegebiet erhalten und für neue Gebietsausweisungen vergrößern. Das Ortsbild wollen wir z.B. durch die Anlage zahlreicher kleiner Blühstreifen ökologischer und facettenreicher ausbauen. Weiterhin sehen wir Potential in der Begrünung von Fassaden und Dächern.
Wir befürworten die Einführung eines Monitoringkonzepts für die Erreichung der Klimaneutralitätsziele bis 2035. Die kommunale Wärmeplanung soll in diesem Zusammenhang kontinuierlich fortgeschrieben werden, um Entwicklungspotentiale frühzeitig zu identifizieren.
Die Gemeinde selbst muss in ihrem Verantwortungsbereich auch zukünftig mit beispielhaften Projekten vorangehen und dabei intensiv die Zusammenarbeit mit dem Klimabeirat nutzen (Beispiele: Renaturierung eines ehemaligen Moorgebietes).
Mobilität
Mobilität ist ein Grundbedürfnis. Es gilt, die Mobilität in Eching und um Eching herum nach ökologischen Notwendigkeiten und menschlichen Bedürfnissen umzugestalten, Wir möchten die Mobilität in der Gemeinde als integrierte Mobilitätsdienstleistung, welche vielfältige individuelle und öffentliche Verkehrsmittel umfasst, für Fuß-, Rad- und motorisierten Verkehr gemeinsam neu denken.
Wir stehen für einen starken ÖPNV, der durch sog. On-Demand-Angebote ergänzt werden kann. Wir unterstützen ein dezentrales Carsharing-Angebot zur Reduzierung des motorisierten Individualverkehrs bzw. des ruhenden Verkehrs.
Einen Kulturkampf gegen das Auto lehnen wir genauso ab wie eine einseitige Fokussierung auf diesen Mobilitätsträger, denn wir wissen, viele Menschen sind aufs Auto angewiesen, solange gute Alternativen fehlen. Unser Ziel ist das gleichberechtigte Miteinander der unterschiedlichen Mobilitätsarten. Mit dem Ringschluss der Linie 690 werden wir eine bessere Anbindung Dietersheims und des Unigeländes erreichen. Bei der Linie 695 (von Kirchdorf über Allershausen und Eching nach Hochbrück) liegt der Mangel bei der absolut ungenügenden Taktfrequenz. Das gilt es zu ändern und zusätzlich die Zeiträume zu erweitern.
Unser Radwegenetz ist unzureichend. Eine qualitativ hochwertige Verbindung über den Geflügelhof zum Kreuzhof ist zwingend notwendig, Bei den innerörtlichen Rad- und Fußwegen mangelt es häufig an der Qualität – zu schmal, schlechter Belag, nicht vorhandene Querungshilfen. Mit einem integrierten Fuß- und Radwegeplan muss die Gemeinde da gegensteuern. Insbesondere bei den Neubaugebieten besteht die Chance, Fuß-, Rad- und motorisierten Verkehr gemeinsam zu denken.
Bei der Deutschen Bahn ist auf eine möglichst zügige Umgestaltung des Bahnhofs zu drängen. Dabei ist die Barrierefreiheit ein ganz wesentliches Kriterium.
Siedlungsbau und bezahlbarer Wohnraum
In einer Wachstumsregion werden auch in Zukunft neue Flächen zur Bebauung ausgewiesen werden müssen. Wir wollen eine maßvolle, effiziente und zielgerichtete Flächennutzung. Wir machen uns vor allem für Nachverdichtung und die Reduzierung von Leerstand sowohl für Wohn- als auch für Gewerbegebiete stark. Dies soll Vorrang vor dem Ausweis neuer Flächen haben. Die Bauleitplanung ist an perspektivisch extremere Wetterlagen anzupassen.
Wir wollen zudem eine Stärkung des Mietwohnungsangebots für Familien, d.h. Wohnungen mit mehr als 3 Zimmern. Bei Ausweisung neuer Baugebiete ist der Geschosswohnungsbau daher gleichberechtigt zu berücksichtigen
In neuen Baugebieten verfolgen wir den Ansatz, einen sozial und gesellschaftlich ausgewogenen Mix an Eigentumswohnungen, Sozialwohnungen und Genossenschaftswohnungen zu generieren. Der Gedanke einer Gemeinschaft für Bürger aller Schichten ist Grundlage der Überlegung. Inklusion ist gewünscht. Wo möglich, sind Siedlungs- und Bauformen anzustreben, die ein Zusammenleben von mehreren Generationen unter einem Dach erlauben
Der Gebäudetyp E kann hier Möglichkeiten bieten, die Baukosten zu senken, ohne energetische Standards aufzugeben. Bei Ausweisung von Wohngebieten ist bewusst darauf zu achten, auf Kosten treibende Vorschriften zu verzichten und neue kosteneffiziente Ansätze zu begünstigen.
Wir bekennen uns zum Echinger Baulandmodell und wollen es zukunftsfähig weiterentwickeln. Wir fördern die Anwerbung einer Baugenossenschaft zur Bereitstellung von Geschosswohnungsbau. Zudem wollen wir die Etablierung einer Wohnungstauschbörse unterstützen, um bestehenden Wohnraum effizienter zu nutzen.
Einer Tiny-House-Siedlung stehen wir grundsätzlich offen gegenüber.
Gewerbeentwicklung und Wirtschaftsförderung
Durch die gezielte Förderung von qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen können Bürger*innen am Ort einen ihrer Qualifikation angemessenen Arbeitsplatz finden.
Am Forschungszentrum in Garching z. B. hat sich ein vitales Cluster aus Start-ups und Tech-Unternehmen entwickelt. Diese räumliche Nähe müssen wir zum Wohle der Gemeinde nutzen und eine Ansiedlung solcher Unternehmen im Gemeindegebiet vorantreiben. Unsere Gewerbegebiete möchten wir dementsprechend weiterentwickeln. Eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser ist dafür Voraussetzung.
Erhalt und Weiterentwicklung des Kleingewerbes im Kernort und in allen Ortsteilen ist eine wichtige Aufgabe der Gemeinde. Damit schaffen wir ein vielfältiges ortsnahes Arbeitsplatz- und Dienstleistungsangebot und steigern gleichzeitig die Lebensqualität im Ort für alle Bürger. Diese Aufgabe wollen wir auch bei der anstehenden Umgestaltung des Ortszentrums in unseren Fokus setzten. Wir sind davon überzeugt, dass die Gestaltung wesentlich zur Attraktivität für Gewerbe und Bürger beiträgt.
Finanzen und Ortsgestaltung
Für die kommenden Jahre plant die Gemeinde viele Investitionen, u.a. Die Umgestaltung des Bürgerplatzes, die KiTa Eching-West und neue Baugebiete Die bestehenden Rücklagen werden dadurch aufgebraucht und die Gemeinde wird sich neu verschulden müssen. Wir sind von der Sinnhaftigkeit dieser Investitionen überzeugt. Dennoch muss jede Neuverschuldung von der Finanzkraft der Gemeinde gedeckt sein. Durch eine gezielte Wirtschaftsförderung wollen wir daher das Gewerbesteueraufkommen stabil halten und erhöhen
Das Ortszentrum wollen wir im Rahmen der Städtebauförderung (ISEK) zukunftsträchtig entwickeln. Hierbei soll der inhabergeführte Einzelhandel gestärkt werden. Ein umfangreicherer Wochenmarkt kann zur Belebung des Ortszentrums etabliert werden. Wir wollen ebenso die Nahversorgung in den Ortsteilen stärken.
Gemeinde für alle
Wir wollen die Bedingungen für ein gutes Leben der Bürgerinnen und Bürger im Kernort und allen Ortsteilen sichern und verbessern. Dazu gehört, dass wir stets darauf achten die Versorgung mit sozialen Einrichtungen auf hohem Niveau zu erhalten und weiter auszubauen.
Vereine sind die Herzkammer unserer Gesellschaft. Sie leisten wichtige Arbeit für die gesellschaftliche Teilhabe, die Integration von Zugezogenen und Migranten, der Gesundheitsförderung, des Breitensports und vielem mehr. Wir wollen die Vereine daher weiterhin gut unterstützen. Für ehrenamtlich Engagierte wollen wir eine Form der Anerkennung etablieren.
Soziale und kulturelle Einrichtungen
In Eching gibt es eine sehr gute Infrastruktur an sozialen und kulturellen Einrichtungen: Kindertagesstätten, Tagesmütter, Jugendzentrum, Schulkinderbetreuung, Musikschule, Volkshochschule, Alten- und Servicezentrum/Mehrgenerationenhaus, Bürgerhaus u.a. – soziale und kulturelle Eirichtungen, die maßgeblich durch Initiative der SPD entstanden sind. Mit ihnen hat Eching eine besondere Qualität in den öffentlichen Angeboten für alle Bürger*innen erreicht. Der Erhalt und die sinnvolle Weiterentwicklung dieser Einrichtungen sind ein zentraler Programmpunkt der SPD.
Wir wollen die Mittagsbetreuung und das Ganztagsangebot an den Grundschulen stärken und ausbauen. Das Angebot an Krippen- und Kindergartenplätzen muss weiter ausgebaut werden. Der Bau der KiTa Eching West muss daher weiter vorangetrieben werden. Wir wollen die Ausbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen und Erzieher breit aufstellen. Das Angebot soll qualitativ hochwertig sein.
Testweise soll in einem Kindergarten ein Schichtsystem erprobt werden, um der Forderung der Angestellten nach Teilzeit und der Forderung der Eltern nach flexibleren Öffnungszeiten gleichermaßen Rechnung zu tragen. Ein regelmäßiger Runder Tisch von Gemeinde, Elternbeiräten und Einrichtungsleitungen soll zu einer noch besseren Koordinierung der Arbeit der Gemeinde auf diesem Gebiet beitragen.
Für Jugendliche fordern wir die Einrichtung frei nutzbarer Orte. Dafür wollen wir JUZ und Jugendrat stärken und das Angebot nach deren eigenen Bedürfnissen weiterzuentwickeln. Wir wollen den Jugendrat darin bestärken, seine Kompetenzen auszuschöpfen, z.B. indem der Jugendrat zu relevanten Themen mit Rederecht zu Gemeindesitzungen eingeladen wird.
Für das Bürgerhaus wollen wir die Umstellung weg vom gewerblichen Betrieb prüfen, um die Nutzungen durch Vereine und die Zivilgesellschaft wieder attraktiver zu machen. Das Programmangebot soll vielschichtiger und für mehr Zielgruppen interessant werden.
Zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung wollen wir die Ansiedlung einer Kinderarztpraxis in der Gemeinde vorantreiben.
In Bezug auf die innere Sicherheit wollen wir einen Kontaktpolizeibeamten bei der PI Neufahrn, der für Belange der Menschen direkt vor Ort unmittelbar ansprechbar ist.
Transparenz & Teilhabe
Die politische Gemeinde trägt mit ihren Mitteln und Möglichkeiten auch Verantwortung für die Ausgestaltung der Bürgergesellschaft und das soziale Zusammenleben ganz generell – Vereinsleben, ehrenamtliches Engagement, soziale und kulturelle Einrichtungen. Sie kann damit erheblich die Lebensqualität vor Ort stärken. Notwendig dazu sind Transparenz in der kommunalen Politik, Transparenz und Bürgernähe im Verwaltungshandeln, die Schaffung und Stärkung von Beteiligungsmöglichkeiten (Bürgerhaushalt, Beiräte wie der Klimabeirat usw.) sowie der Abbau von Barrieren sowohl praktisch z.B. bei der Qualität von Fußwegen als auch durch die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei relevanten Themen.

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