Verstopfte Straßen und leere Busse!

Veröffentlicht am 25.11.2019 in Verkehr

Stau

„Bus für Lau – und alle fahren Auto“ titelte die Zeit (www.zeit.de/mobilitaet/2019-09/verkehrswende-nahverker-parken-pendler-autofahrer-pfaffenhofen). Recherchiert hatte die Zeitung in Pfaffenhofen.

Dort läuft der Versuch (bis 2022), mit einem gut ausgebauten und kostenfrei nutzbaren ÖPNV mehr Autofahrer*innen zum Umstieg auf Busse und Bahnen zu bewegen. Erfolgreich? Alles vergeblich? Der Bus sei ein voller Erfolg, sagt Bürgermeister Herker (SPD). Seit dem Start hätten sich die Fahrgastzahlen von 1.000 auf 2.300 täglich mehr als verdoppelt. Verstopft sind die Straßen dennoch, die Parkplätze am Bahnhof überfüllt und viele Busse transportieren heiße Luft - wie bisher auch.

Woran liegt´s? Sind es nur ehemalige Fußgänger und Radfahrer, die auf den Bus umsteigen? Genießen die Autofahrer*innen weiter „ihre Bequemlichkeit“? Nun, die Bretter eines erfolgreichen ÖPNV als Basis der Verkehrswende sind doch dicker und härter als manch Klimaaktivist glauben will.

Ein attraktives, preisgünstiges ÖPNV-Angebot ist sicherlich unabdingbar. Es reicht aber nicht. Ein gut ausgebautes Radwegenetz, Leihräder, Ladestationen für E-Bikes, Zuschüsse für Lastenräder, Carsharing, Elektrobusse und dergleichen mehr müssen hinzukommen.

 
 

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