
Stefanie Malenke über authentische Kommunikation in Politik und Wahlkampf.
3. März 2014

Stefanie Malenke über authentische Kommunikation in Politik und Wahlkampf.
3. März 2014
Drei Vorstellungsrunden liegen nun hinter uns. In Günzenhausen, Eching und Dietersheim haben wir unser Programm und uns selbst den Bürgern präsentiert. Die Abende verliefen jeweils sehr individuell und doch war eines bei allen Veranstaltungen gleich: Die Botschaft, die wir von unseren Besuchern mitnehmen durften.
Nach unserem Vorstellungsteil baten wir jeweils unsere Gäste, Fragen zu stellen oder Wünsche zu äußern.Das Erstaunliche war, dass sich alles auf einen Nenner bringen lässt, obwohl die Themen, die zur Sprache kamen, unterschiedlicher nicht hätten sein können. Ob es nun um ein neues Feuerwehrhaus, den Kindergarten, die Art wie die Gemeinde mit Anfragen von Bürgern umgeht, das Echinger Modell, den Einsatz regenerativer Energien im Gemeindebereich oder die Transparenz im Allgemeinen ging, alle Wortmeldungen ließen eines erkennen: Die Bürger wünschen sich, dass die Vertreter der Gemeinde - gewählte wie angestellte - mit ihnen sprechen, sich mit ihnen austauschen, sie zeitnah und umfassend informieren und sie ohne Aufforderung eine Rückmeldung bekommen.
Kurz: Sie wünschen sich eine funktionierende Kommunikation. Das klingt so einfach und scheint doch so schwer zu sein.
Nun, gibt es überhaupt eine allgemeingültige Definition von guter Kommunikation? Ich denke schon! In meinen Augen beginnt alles mit gutem Zuhören. Wichtig ist meiner Meinung nach auch, offen zu sein für sein Gegenüber und dem anderen mit Respekt zu begegnen. Und: Nur, wenn ich mich in den anderen hineinversetzen kann, wird es mir gelingen, eine gute Basis für unseren Austausch zu schaffen. Außerdem muss ich dem anderen zutrauen, dass er damit umgehen kann, dass ich die Dinge sage, so wie sie sind und das, ohne sie auf die lange Bank zu schieben. Das macht mich authentisch und glaubwürdig. Zögern, Zaudern und „Drumherum reden“ bringt beiden Seiten nichts. Im Gegenteil. Es entsteht eine Lücke, die ich mit Mutmaßungen, Spekulationen und im weiteren Verlauf vielleicht auch mit Ärger und Frust füllen kann. Und dann wird es erst so richtig schwierig!
Ein sehr hoher Anspruch an Kommunikation? Unbedingt! Ein Anspruch, dem sich jeder einzelne jeden Tag aufs Neue stellen darf – nicht nur der Bürgermeister, die Gemeinderäte oder die Gemeindemitarbeiter – weil es sich lohnt!!

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