Genossenschaftliches Bauen

Veröffentlicht am 27.05.2015 in Kommunalpolitik

Ein Veranstaltungsbericht zu. Zukunftsforum „Genossenschaftliches Bauen“ der SPD am 22. Mai 2015 im Huberwirt, Eching

von Werner Schefold und Thomas Müller-Saulewicz

Genossenschaftliches Bauen - zu diesem Thema lud der Ortsverein  der SPD in Eching ein und ca. 40 Bürgerinnen und Bürger kamen, aus dem ganzen Spektrum der politischen Gruppierungen am Ort. Ein Zeichen, wie wichtig dieses Thema auch hier ist. Auch Eching leidet unter einem starken Mangel an bezahlbaren Wohnungen.

Thomas Müller-Saulewicz präsentierte zwei Experten zum Thema: Gerhard Schönleber von Wagnis e.G. und Günter Hörlein vom Ackermannbogen e. V. , zwei in München sehr erfolgreiche Wohnungsbaugenossenschaften bzw. Bewohnervereinen. Ihre durch viel Erfahrung und Sachkompetenz belegte Botschaft:  die alte, auf Raiffeisen zurückgehende  Unternehmensform der Genossenschaft bietet für die große Aufgabe wieder bezahlbare Wohnungen zu schaffen, sehr gute Bedingungen. Sie bewährt sich gerade in Ballungsgebieten. Wie geht das?

Interessenten schließen sich zum Zweck zusammen gemeinsam Wohnungen zu bauen – oder sie schließen sich einer bestehenden Genossenschaft an, sie tätigen Einlagen (ca. 30 % der Kosten einer Wohnung), die Eigenkapital der Genossenschaft werden. Die Personen erlangen durch die Einlage und den Erwerb des Genossenschaftsanteiles Wohnrecht auf Lebenszeit, ihre Wohnung ist unkündbar, die Mieten bleiben stabil und deutlich unter ortsüblichem Niveau, die Wohnungen werden nie Spekulationsobjekt.

Genossenschaften können damit rechnen, günstig von den Städten (wie in München) und Gemeinden Bauland zu bekommen, da sie meist in größeren Projekten für viele Wohnraum schaffen (50 Wohnungen und mehr) und somit auch sozialen Wohnungsbau betreiben, für den primär die Kommunen zuständig wären. Die Größe der Bauvorhaben macht auch innovative, nachhaltige Formen der Versorgung mit Wärme und Strom möglich, ebenso ästhetisch anspruchsvolle Bauformen. Die Gemeinschaftlichkeit des Bauens fördert Engagement und Teilhabe, weit über die Bauphasen hinaus. Am Ackermannbogen  (südlich des Olympiageländes) haben sich in den genossenschaftlich bebauten Arealen nützliche und wohltuende Formen des Zusammenlebens der Bewohnerinnen und Bewohner, alt und jung, entwickelt – genossenschaftliches Wohnen stärkt auch  das Miteinander im Alltag. Das bestätigten am Veranstaltungsabend auch Gäste aus Stuttgart, die von ihren diesbezüglich guten Erfahrungen berichteten. 

Die sehr rege und lange Diskussion an dem Abend zeigte, dass diese Ideen in Eching eine starke Resonanz finden. Der Ortsverein der SPD wird an dem Thema  des genossenschaftlichen Bauens und Wohnens dranbleiben; es gehört zu den Themen, welche die SPD weiter vorantreiben wird. Eching  braucht wieder eine zukunftsweisende, sozial geprägte Gemeindepolitik, in der der Wohnungsbau für alle Bürger einen hohen Stellenwert hat.   

Die Reihe der Zukunftsforen, in denen die SPD ihre Arbeit vorstellen und zur Mitarbeit einladen will, wird fortgesetzt. Ein zweiter Abend zum Thema „Genossenschaftliches Bauen“ ist in Vorbereitung.

 
 

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