Der erste Sommer am Hollerner See

Veröffentlicht am 19.04.2012 in Lokalpolitik

Bericht zum Workshop mit Bürgerbeteiligung am 10.November 2011 in Eching.
von Dr. Sybille Schmidtchen

Am 10.11.2011 folgten zahlreiche Echinger dem Aufruf des SPD-Ortsvereins zu der von S. Schmidtchen und A. Martin moderierten Veranstaltung über den im Juni 2011 eröffneten Badebereich Hollerner See. Die lebhafte Diskussion zeigte, dass es einem beachtlichen Teil der Echinger Bevölkerung am Herzen lag, erste See-Erfahrungen auszutauschen. Dabei übten sie trotz der Freude über einen weiteren Badesee mit großem Aufenthaltsbereich heftige Kritik an Lage und Ausgestaltung der Liegewiese und des Sandstrandes, Betonumfassungen, sinnlose Treppen sowie an öffentlichen Zu- und Fahrradwegen. Primär aber drängte es die Anwesenden konstruktive Ideen für die anstehende Planung des zweiten Bauabschnitts einzubringen. Hatte der SPD-Ortsverein bei einem Workshop schon konzeptionelle Vorarbeit geleistet, bewiesen die Anwesenden ein noch größeres Maß an Kreativität bei der Vorstellung, wie das erklärte Ziel des Erholungsflächenvereins umzusetzen sei. Dieser formuliert in seiner Projektbeschreibung: „Die Planungen sind von der Überlegung bestimmt, einen möglichst abwechslungsreichen Raum voller Überraschungen und Nischen zu gestalten, der zum Entdecken animiert und die Möglichkeit bietet, sich „seine" persönlicheStelle und Atmosphäre auszusuchen, je nach Tages- und Jahreszeit.“ Wie lässt sich dieser Anspruchrealisieren, damit der idyllische Naturraum zu einem Naherholungsgebiet wird, in dem sich: Spielende und somit lärmende Kinder; Aufsicht führende und zugleich Entspannung suchende Eltern; im Rudel auftretende Jugendliche; Muße suchende Alltagsgeplagte und ältere Mitbürger; Einsamkeit und unberührte Natur Genießende; sportlich Aktive; den Hund Ausführende; grillfreundlich sowie -feindlich gestimmte Hungrige sowie Hungrige überhaupt – also alle Bürger Echings ihre ganz „persönlicheStelle und Atmosphäre“ aussuchen können? Dazu formulierten im zweiten Teil des Abends die anwesenden Echinger ihre Erwartungen andas90 ha große Erholungsgebiet, das ganzjährig hinreichende Möglichkeiten bieten sollte für: Freibad mit Strandbadatmosphäre und Sprungbrett; Badeinseln; Sandstrand für Kleinkinder; flach zum Wasser abfallende Liegewiese; naturnahen Kinderspielplatz; offene Feuerstellen; romantische Spazierwege; Spiel- und Sportbereiche für Freiluftspiele aller Art; Möglichkeiten für Veranstaltungen, Partybereich;naturbelassene Regionen; Hunde-Badestelle;Flachwasserbereich fürEissportarten unter Flutlichtund Loipen im Winter. Auch Einnahmequellen für die Gemeinde wurden bedacht mit Visionen über die Ansiedlung einer Tauchschule; ausgewiesene Wasserbereiche für Windsurfen, Wasserski, Rudern, Bootfahren; einem Standort für kurzzeitig Quartier suchende Wohnmobile; einer naturnahen Jugendherberge als „Haus am See“ mit Lehrpfad für Heimatkunde – auch von Kindergärten und Schulen nutzbar. Nach beinahe 3 Stdn waren sich alle Beteiligten einig, dass die Qualität dieses Areals unbedingt einer öffentlichen Ausschreibung bedarf, um sich für das Büro entscheiden zu können, das in einem öffentlichen Wettbewerb den Bedürfnissen der Bevölkerung am nächsten kommt. Die Teilnehmer verteilten Minuspunkte für:
  • Liegewiesen weit entfernt vom Wasser
  • Direkt am See zu kleine Liegewiese, zu wenig Bäume
  • Liegewiese kaum vorgefunden
  • Große Liegewiese neben Parkplatz durch Büsche keinerlei Blick zum See
  • Sandstrand nicht schön, Badebereich insgesamt zu klein
  • Keine tiefe, überschaubare Liegewiese
  • Kein flacher Badebereich
  • Wasserqualität leidet bei zu vielen Badgästen, See derzeit noch zu klein
  • Zu wenig Bäume, Beschattung
  • Wege mehr ausbauen
  • Holprige, ungepflegte Radwege
  • Vom Ort zum See miserabler Weg mit dem Fahrrad
  • Wie kommt man mit dem Rad zum See (Beschilderung durchgängig)
  • Nicht Radl-, Rolli und Kinderwagen freundlich
  • Behindertenzugang zum Schwimmen nur über Metalltreppe, Hilfsgeräte (Krücken) können ins Wasser fallen
  • Kein guter Zugang, zu viele Treppen, nicht kinderfreundlich
  • Mauer völlig unpassend, nicht schön, gefährlich für kleine Kinder
  • Keine Hunderegelung
  • Keine Sportmöglichkeiten
  • Infrastruktur Nordseite
  • Parkplätze bisher am schönsten angelegt, Warum so viele?
  • Keine Einfädelspur von ST 2053
Sie formulierten im zweiten Teil des Abends ihre Erwartungen an das 90 ha große Erholungsgebiet, das ganzjährig hinreichende Möglichkei-ten bieten sollte für:
  • Freibad mit Strandbadatmosphäre und Sprungbrett;
  • Badeinseln;
  • Sandstrand für Kleinkinder;
  • flach zum Wasser abfallende Liegewiese;
  • naturnahen Kinderspielplatz;
  • offene Feuerstellen;
  • romantische Spazierwege;
  • Spiel- und Sportbereiche für Freiluftspiele aller Art;
  • Möglichkeiten für Veranstaltungen,
  • Partybereich;
  • naturbelassene Regionen;
  • Hunde-Badestelle;
  • Flachwasserbereich für Eissportarten unter Flutlicht
  • Loipen im Winter.
Auch Einnahmequellen für die Gemeinde wurden bedacht mit Visionen über:
  • die Ansiedlung einer Tauchschule;
  • ausgewiesene Wasserbereiche für Windsurfen, Wasserski, Rudern, Bootfahren;
  • einem Standort für kurzzeitig Quartier suchende Wohnmobile;
  • einer naturnahen Jugendherberge als „Haus am See“ mit Lehrpfad für Heimatkunde – auch von Kindergärten und Schulen nutzbar.
So kann vielleicht der idyllische Naturraum zu einem Naherholungsgebiet werden, in dem sich:
  • Spielende und somit lärmende Kinder;
  • Aufsicht führende und zugleich Entspannung suchende Eltern;
  • im Rudel auftretende Jugendliche;
  • Muße suchende Alltagsgeplagte und ältere Bürger;
  • Einsamkeit und unberührte Natur Genießende;
  • sportlich Aktive;
  • den Hund Ausführende;
  • grillfreundlich sowie -feindlich gestimmte Hungrige - Hungrige überhaupt
 
 

Folge uns auf

           

Counter

Besucher:2586869
Heute:563
Online:5

Nachrichten über Eching hinaus

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

11.02.2026 21:41 Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz
Barrierefreiheit nützt uns allen Die Bundesregierung treibt die Barrierefreiheit voran: Das Kabinett hat am Mittwoch eine Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes auf den Weg gebracht. SPD-Fraktionsvizin Dagmar Schmidt spricht von einem wichtigen Schritt. „Der Gesetzentwurf zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes bedeutet einen wichtigen Schritt hin zu einer inklusiveren Gesellschaft. Er stärkt die Rechte von Menschen mit Behinderungen und… Dagmar Schmidt zum Behindertengleichstellungsgesetz weiterlesen

11.02.2026 21:39 Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus
Rekord im Tourismus – Strategie, gute Arbeit und verlässliche Politik zahlen sich aus Stefan Zierke, tourismuspolitischer Sprecher: Der Deutschlandtourismus erreicht mit 497,5 Millionen Gästeübernachtungen einen neuen Rekord. Klare Strategie, engagierte Beschäftigte und verlässliche Politik sorgen für Wachstum, stärken die Betriebe und sichern gute Arbeit – für einen wirtschaftlich starken, sozial gerechten und nachhaltigen Tourismus in allen… Stefan Zierke zur Entwicklung im Deutschlandtourismus weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de