Herzlich Willkommen bei der Echinger SPD

Thomas Müller-Saulewicz, Ortsvereinsvorsitzender
Thomas Müller-Saulewicz

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Der Ortsvereinsvorstand

 

17.04.2021 in Topartikel Kommunalpolitik

Wir trauern um unseren "Jockel"

 

Voller Trauer müssen wir wahrnehmen und verarbeiten, dass Dr. Joachim Enßlin, Ehrenbürger der Gemeinde Eching, unser lieber Jockel, verstorben ist.

Für viele von uns war er Mentor und Vorbild. Und ein guter Freund, der eine entsetzliche Lücke hinterlässt.

20 Jahre war Dr. Joachim Enßlin erster Bürgermeister der Gemeinde Eching – und was für einer! Ein sozialdemokratischer Bürgermeister durch und durch, für den immer das Gemeinwohl an erster Stelle stand. Ein Bürgermeister, der offen und zugänglich war, den die Leute mochten, weil sie merkten, dass er zuhörte und ihnen zugewandt war. Jockel war ein Mensch, der auch deshalb noch Jahrzehnte nach dem Amt so beliebt war, weil er sich für seine Mitmenschen interessierte.

Joachim Enßlin war ein geschickter Bürgermeister: Er verstand es, die Chancen, die sich der stark wachsenden Gemeinde boten, auf das Vielfältigste zu nutzen. Er war ein hoch angesehener und respektierter Bürgermeister - ein ausgezeichneter Verwaltungsjurist, der mit seiner Kompetenz, Intelligenz und Rhetorik beeindruckte. Jockel verstand es, uns (und andere) mitzureißen und zu begeistern. Dabei halfen ihm sein Charme und Humor.

Am beeindruckendsten war aber vielleicht seine Tatkraft – er war ein Macher. Gute Gedanken wurden erst dann richtig gut, wenn sie in die Tat umgesetzt wurden. Die Vielzahl der Initiativen, Modelle, Einrichtungen und Lösungen in Eching, die mit seinem Namen verbunden sind, lässt sich kaum aufzählen - aber wir wollen es probieren. Nicht jede davon mag alleine oder zuerst seine Idee gewesen sein (viele schon), aber immer war entscheidend, dass und wie er sich Projekte zu eigen machte und sie anging.

Unter seiner Ägide entstanden etwa das Echinger Bürgerhaus als Zentrum für kulturelle Veranstaltungen wie auch für Echinger Organisationen und Vereine, die Musikschule, die Volkshochschule, das Jugendzentrum, die Tennishalle, das Feuerwehrhaus mit Bürgersaal in Dietersheim. Das Alten-Service-Zentrum sowie dessen Trägerverein "Älter werden in Eching" wurden auf den Weg gebracht.Es gab Kulturfeste auf dem Bürgerplatz, eine französische Revolutionsnacht zum Beispiel oder eine italienische Nacht mit Einbeziehung der Patengemeinde Trezzano sul Naviglio. Sein Gerechtigkeitssinn und seine Offenheit für Kulturen und Menschen spiegeln sich auch in der Gründung des Arbeitskreises Entwicklungshilfe wider, der ihm über Jahrzehnte ein wichtiges Anliegen blieb.

Er schuf das Echinger Baulandmodell, bei dem im Sinne des Gemeinwohls leistungslose (Planungs-)Gewinne dadurch teilweise abgeschöpft wurden, dass der günstige Ankauf der Hälfte des Nettobaulandes sowie der Infrastrukturflächen zur Voraussetzung fürdie Baulandausweisung gemacht wurde und entstehender Baugrund für Eigenheime nach sozialen Kriterien günstig im Erbbaurecht vergeben wurde - ein Modell, das bundesweit Nachahmer fand.Umgesetzt wurde das Modell dann in Baugebieten, bei denen sowohlauf die Gestaltung des Ortsbildes als auch auf die Mischung von Eigenheimen, Mietwohnungen und sozialem Wohnungsbau höchster Wert gelegt wurde. DieQualität wurde unter anderem durch Architekten- und Planerwettbewerbe gesichert.

Der „grüne Jockel“, wie er damals genannt wurde, sorgte überall für Baumpflanzungen, für eine Baumschutzverordnung, für einen Grüngürtel um die Gemeinde inklusive Schaffung des Freizeitgeländes mit Verbindung zum Echinger See und der Kleingartenanlage. Kindergartenplätze für alle gab es viele Jahre, bevor das irgendwann Gesetz wurde. Die Gemeinde wurde zur „Mustergemeinde“, gewann Preis um Preis, z.B. bei der Initiative „Stadt für Kinder – Stadt für alle“.

An herausgehobener Stelle zu nennen ist die Abwehr des geplanten Standortübungsplatzes der Bundeswehr. Diese damals im Geheimen von der Bundeswehr geplante und von den Planungsbehörden bereits genehmigte Einrichtung wäre für den Lebenswert Echings eintiefer Einschnitt gewesen. Es brauchte einen wie Dr. Joachim Enßlin, um diesen eigentlich aussichtslosen Kampf mit der Bundeswehr zu gewinnen. Den Kampf führte er auf vielfältige Weise: die Rechtmäßigkeit des Planungsverfahrens griff er juristisch an, er brachte eine alternative Positivplanung auf den Weg, in die er die benachbarten Gemeinden einband. Er organisierte eine Großdemonstration der Bürger*innen dieser Gemeinden. Zu dieser Positivplanung mit Naherholungs- und Naturschutzgebieten gehört auch der Hollerner See. Wenn wir heute diesen See mit seinen Anlagen genießen, dürfen wir uns daran erinnern, dass das ein „sozialdemokratisches Projekt“ ist, wie Jockel bei einem Treffen dort vor wenigen Wochen noch hervorhob. Auch die Nordallianz hat ihre Wurzeln in diesem Abwehrkampf.

Nach der Bürgermeistertätigkeit war Dr. Joachim Enßlin zehn Jahre Manager der Münchner Messe, verantwortlich etwa für die damalige Computermesse Systems. Bald nach der Messetätigkeit fing er an, sein Französisch wieder aufzufrischen: Auf Vermittlung des bayerischen Wirtschaftsministeriums wurde er nämlich Berater des damaligen Präsidenten von Madagaskar, Marc Ravalomanana. So war es ihm unter anderem vergönnt, dort beim Verwaltungsaufbau zu helfen, eine grüne Leitlinie für die Entwicklung Madagaskars mit auf den Weg zu bringen, Reden für den Präsidenten zu schreiben und an der Vollversammlung der Vereinten Nationen teilzunehmen.

In den letzten Jahren brachte er sich erneut sehr stark in die Arbeit des SPD-Ortsvereins ein, half bei der Bildung eines schlagkräftigen Vorstandsteams, beeinflusste die Programmgestaltung, bestimmte die Strategie mit, arbeitete kräftig mit an der Kandidatenfindung unddem Wahlkampf für das Bürgermeisteramt und war froh und stolz, erneut dazu beigetragen zu haben, Eching in guten Händen zu wissen.

Für uns war diese Zusammenarbeit auch persönlich immer eine Bereicherung. Die Empathie, die Hilfsbereitschaft, die Klarheit, die Freude und der Humor, mit denen er uns begegnete, werden uns unheimlich fehlen.

Unsere Gemeinde und unser SPD-Ortsverein haben Jockel Enßlin viel zu verdanken. Er war ein großer Sozialdemokrat. Wir werden ihn sehr vermissen.

Für die SPD Eching: Carsten Seiffert

 

 

08.04.2021 in Presse

Echinger Forum 03/2021: Können wir für den Umgang mit der Klimakrise aus der Coronakrise lernen?

 

Können wir für den Umgang mit der Klimakrise aus der Coronakrise lernen?

Bis vor kurzem dachte ich noch: na klar können wir das. Und ja, es sind noch positive Restgedanken übrig. Immerhin haben wir gesehen, dass eine Krise, wie die Corona-Pandemie, die schleichend, fast unmerklich anwächst und dann exponentiell explodiert, durch beherzte Maßnahmen eingedämmt werden kann. Und in der Tat war vieles möglich, was vorher undenkbar war. Es wurde richtig Geld in die Hand genommen, um den Menschen sofort zu helfen. Angekommen ist von dieser Maßnahme die Ankündigung. Wie bei den Impfstoffen oder Masken oder Tests auch. Politiker kündigen an und gehen dann davon aus, dass sich der Rest von allein organisiert. Und wenn nicht, dann kann man die Dysfunktionalität des Staates – ja, das hört man normalerweise von weitentfernten Subsahara Staaten – unter „Das Ist Ländersache“ abheften. Und wenn man genauer hinschaut, dann gehen wir genauso mit der Klimakrise um. Wir unterschreiben internationale Verträge, die uns zu einem bestimmten Verhalten verpflichten und denken dann: na ja, passt schon, ist doch Ländersache. Auf der Welt, in Europa und in unserem föderalen Deutschland ist alles Ländersache. T.e.a.m.-Work. Toll, ein anderer machts.

Vielleicht ist das genau der Kern dessen, was wir für die Klimakrise aus der Coronakrise lernen können. Denn in der Pandemiebewältigung wird immer mehr Menschen klar, dass es so nicht weitergehen kann. Die Krisenbewältigung wird zum Wendepunkt. Darin besteht die Chance.

Welche Gemeinsamkeiten gibt es darüber hinaus noch?

In beiden Krisen ist der Ablauf schwer vorhersagbar. Deshalb brauchen Politik und Gesellschaft wissenschaftlichen Rat.

Pandemie, wie Klimakrise können nicht von einzelnen Nationen bewältigt werden. Auch wenn beim Wettlauf um den Impfstoff „My Nation First“ um die Ecke grinst, ist doch klar, dass die Pandemie nur bewältigt werden kann, wenn die Weltgemeinschaft zusammenhält. Gleiches gilt für die Klimakrise.

Beim Angebot der Ideen zur Bewältigung finden sich ebenfalls Parallelen. Während die einen auf Verbote setzen, hoffen die anderen mit Eigenverantwortung zum Ziel zu kommen. Als würde der Verzicht auf Fernreisen und Fleisch das Klima so retten, wie die Einhaltung der AHA-Regeln die Pandemie beenden könnte. Beides wird gebraucht: politische Entscheidungen mit Regeln und Eigenverantwortung.

Nicht zuletzt können die Schäden der Pandemie durch eine klimafreundliche Wirtschaftsförderung abgemildert werden. Hier sind alle politischen Ebenen nach ihren Möglichkeiten gefragt. Ob energetische Gebäudesanierung, Kaufprämien für klimafreundliche Heizungen, Förderung von Photovoltaik, alternative Verkehrskonzepte oder Anpassungen an die Folgen der Klimaveränderung. Kreativen Ideen sind kaum Grenzen gesetzt.

Die Gemeinde Eching trägt das ihre dazu bei, indem sie zum 1. Mai eine Klimaschutzmanagerin einstellt. Wir sind gespannt und freuen uns auf die Impulse, die von ihr zusammen mit dem neuen Klimabeirat ausgehen werden.

Peter Neumann

 

08.04.2021 in Veranstaltungen

Verschwörungserzählungen

 

Komplizierte Welt - Einfaches Denken

Warum macht der SPD-Ortsverein Eching eine Online-Veranstaltung zu Verschwörungsgeschichten?
(Zugangscode hier).
Fällt denen in der Coronakrise nichts besseres ein? Es gäbe sicher viele andere wichtige Themen, aber das Thema Verschwörungsgeschichten hat gerade jetzt große Bedeutung – für die Gesellschaft, für die Politik, für jeden von uns.

Warum?
Die Coronakrise schüttelt unsere Gesellschaft durcheinander. Eine gesundheitliche Gefahr für alle, die wir so noch nicht erlebt haben - bin hin zum Tod. Einfach durch ein Virus, das die allermeisten von uns ohne einschlägiges Studium nicht verstehen. Es fordert die Kapazitäten des politischen Systems Krisen zu bewältigen extrem - überfordert sie.

Für uns Bürgerinnen und Bürger
bringt die Pandemie Einschränkung von Freiheiten in einem noch Anfang letzten Jahres unvorstellbaren Umfang: Stille in den Geschäften, Kinos, Stadien, Theatern, überall dort, wo Menschen sich normalerweise begegnen, nächtliche Ausgangssperren usw. Schule – ja, nein, manchmal? Arbeit – ja, nein, Kurzarbeit?

 

14.03.2021 in Frauen

Weltfrauentag 2021 – Schon wieder vorbei?

 

Der Weltfrauentag war vor einer Woche? Für uns ist er heute auch. Und morgen und übermorgen…

Denn Gleichberechtigung sollte in unseren Augen jeden Tag auf der Agenda stehen. Wir möchten uns an jedem einzelnen Tag bewusst machen, wie wichtig es ist, dass alle Menschen die gleichen Chancen verdienen – egal welches Geschlecht sie haben.

Dabei geht es um die großen, offensichtlichen Ungerechtigkeiten, wie die Einkommensschere oder die Chancenungleichheit auf dem Arbeitsmarkt, aber auch um alle Arten von offener und versteckter Diskriminierung von Frauen im alltäglichen Leben und darum eine Veränderung im Bewusstsein zu erreichen, um mit tief verankerten Vorurteilen und Geschlechterstereotypen aufzuräumen.

Dass das so ist, können wir in allen Lebensbereichen feststellen: Ob in der Schule, in der Ausbildung, im beruflichen oder im privaten Leben: es gibt nach wie vor die klassischen Rollenbilder und eine latent vorhandene Erwartungshaltung, den typisch weiblichen Verhaltensmustern gerecht zu werden. Frauen, die sich diesem Automatismus widersetzen, bekommen auch heute noch mindestens erstaunte Blicke, häufig aber offene Missbilligung und sie müssen mit Konsequenzen rechnen.

Um diese Spirale zu durchbrechen und zu ermöglichen, dass Frauen mit dem gleichen Selbstverständnis mutig und selbstbewusst ihren eigenen und selbstbestimmten Weg gehen können, braucht es die gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und eine engagierte öffentliche Diskussion. Auch die Anpassung der Sprache, die für viele übertrieben und überflüssig ist, halten wir für einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem anderen Bewusstsein. Selbst viele Kleinigkeiten bewirken in der Summe Großes – leider auch im negativen Sinne.

Wir denken, dass noch ein weiterer wichtiger Aspekt im Fokus stehen muss. Tendenziell betrachtet fliegen wir Frauen oft unter dem Radar, wollen nicht auffallen, vermeiden es, im Mittelpunkt zu sein, passen uns an, sorgen für Ausgleich und dafür, dass es allen gut geht. Sehr oft unterschätzen wir unsere Stärken und Fähigkeiten und haben Bedenken, zu selbstbewusst und entschlossen aufzutreten. Dabei wäre es im Sinne von mehr Freiheit und Selbstbestimmung so wichtig, an uns selbst zu glauben, gesellschaftlich gesteckte Grenzen und Normen zu überwinden und mehr und mehr zu der Haltung zu kommen, die kritischen Stimmen, die das verhindern wollen, auszublenden.

Wir können vieles von der von Männern dominierten Gesellschaft einfordern, wir können aber auch eigene (weibliche) Netzwerke schaffen, uns gegenseitig stärken und unterstützen und damit aufhören, andere Frauen an den Pranger zu stellen, weil sie laut und mutig sind und sich etwas zutrauen.

Wir möchten erreichen, dass wir nicht noch mehr Probleme schaffen, in dem wir uns gegenseitig am Wachsen hindern, sondern uns gegenseitig helfen, unsere oftmals engen Rahmen zu sprengen.

Deshalb stehen wir nicht nur am 8. März für maximales Wohlwollen, für gegenseitigen Respekt und Toleranz sowie für uneingeschränkte Solidarität.

Sehr herzlich,

Ihre Frauen der SPD Eching

 

13.03.2021 in Frauen von SPD Kreisverband Freising

Erweiterung des Frauenhauses

 

Die SPD-Kreistagsfraktion hat im Kreistag zwei Anträge eingebracht, mit denen sie die drängenden Probleme rund um die wertvolle Arbeit des Frauenhauses lösen will.
Vor allem muss Folgendes zum Wohle der von familiärer Gewalt bedrohten Frauen und ihrer Kinder angepackt werden:

  • Erweiterung des Freisinger Frauenhauses auf mindestens 8 Plätze für Frauen und mindestens 15 Plätze für Kinder
  • Suche nach einem Grundstück und Errichtung eines Frauenhauses, falls keine geeignete bestehende Immobilie gefunden werden kann
  • Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, in den Frauen nach ihrem Aufenthalt im Frauenhaus ziehen können
  • Ausbau der Maßnahmen, die familiärer Gewalt vorbeugen und betroffene Frauen und ihre Kinder qualifiziert begleiten

Die Aufnahmekapazität des Freisinger Frauenhauses reicht seit vielen Jahren bei Weitem nicht
aus, um dem Bedarf gerecht zu werden, sodass das Recht der betroffenen Frauen und Kinder
auf den Schutz ihrer körperlichen und seelischen Unversehrtheit massiv verletzt wird. Beispielsweise
gab es im Jahr 2019 163 Anfragen, aber nur 19 Aufnahmen.
Daher müssen Schutzsuchende immer wieder abgewiesen werden, auch Frauenhäuser in anderen Landkreisen können nicht dazu beitragen, den Bedarf zu decken. Der Mangel an Aufnahmemöglichkeiten zwingt Schutzsuchende dazu, bei ihrem gewalttätigen Partner zu bleiben mit all den überaus negativen Folgen für die Frauen und ihre schutzbedürftigen Kinder. Das können wir als Gesellschaft nicht hinnehmen.

 

Aktuelles

Energiewende JA! – Aber bitte nicht bei uns? – Planungsstand der Windenergieanlage in Garching

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