Kultur darf nicht sterben

Veröffentlicht am 24.06.2012 in Kommunalpolitik

Die SPD sorgt sich um die Zukunft des Kulturlebens in Eching. Zurecht, wie die aktuellen Entwicklungen und Planungen zeigen. Kommunalpolitischer Arbeitskreis und die Fraktion haben ein Diskussionspapier und einen Antrag zu diesem gesellschaftlich und kommunalpolitisch wichtigen Thema ausgearbeitet.
zusammengefasst von Jürgen Schechler

Ein zentraler Anlass ist die Planung eines neuen Bürgerhauskonzepts (siehe auch Beitrag der Echinger Zeitung "Neues Bürgerhaus, neue Kulturarbeit?"). Auch die Sorge, dass in Eching selbst keine Kultur mehr selbst entsteht, sondern nur noch eingekauft wird, treibt die Verantwortlichen der Sozialdemokraten um (siehe Beitrag des Freisinger Tagblatts "Gekaufte Kultur von irgendwoher soll nicht mehr Hauptrolle spielen"). Das Diskussionspapier können Sie hier einsehen. Der Antrag der Fraktion befindet sich hier. Die Standpunkte zu Kultur und Kunst in Stichworten:
  • Kultur und Kunst sind vielfältig, umfassen Musik, Theater, Kabarett, Tanz, Malerei, bildende Kunst, darin viele Stile, z. B. in der Musik: klassische Musik, Jazz, Volksmusik, Rock, Pop in allen Richtungen usw.
  • Kultur wird gemacht und erlebt, beides gehört zusammen und belebt sich.
  • Kultur zu machen, zu erleben ist Sache aller Gruppen der Zivilgesellschaft und der demokratischen Institutionen.
  • Kultur ist immer auch ein öffentliches Gut. Auf allen Ebenen des öffentlichen Lebens, insbesondere in den Kommunen gibt es öffentliche Verantwortung für Kultur. Sie wahrzunehmen ist Aufgabe der kommunalen Kulturpolitik.
  • Kultur ist subjektiv, lässt viele persönliche Richtungen, Stile, Vorlieben zu.
  • Kultur geht auch über individuelle Vorlieben hinaus. So ist jede Generation dem kulturellen Erbe verpflichtet, das es weiterzugeben gilt. Das bedeutet auch und insbesondere Kindern und Jugendlichen Begegnungen mit Kultur und Kunst zu ermöglichen.
  • Kultur ist lokal, wird vor Ort lebendig. Kultur ist aber immer auch global und lebt von der Offenheit für andere Gegenden und Nationen, Zeiten, Stile.
  • Kultur und Kunst existieren nicht von selbst, sie sind zu bewahren und ggf. zu schützen, so gegen eine völlige Vereinnahmung durch Kommerzialisierung.
  • Kultur kostet, sie trägt sich wirtschaftlich eher selten selbst. Kultur und Kunst gehören zu den wertvollen Dingen, für welche die Bürgergesellschaft und der Staat Geld erwirtschaften, einnehmen und ausgeben.
  • Kultur und Kunst „rechnen“ sich auch: sie zählen im kommunalen Wettbewerb um Familien und Unternehmen zu den Aktivposten einer attraktiven Gemeinde.
Bild: (C) Dieter Schütz / pixelio.de
 
 

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