Das G9-Konzept der SPD

Veröffentlicht am 11.02.2015 in Bildung

Das bayerische Gymnasium - eine Dauerbaustelle

"Eine funktionierende Lösung für die Misere des Gymnasiumskonzepts in Bayern ist noch immer nicht in Sicht" – das war die Zusammenfassung von Martin Güll, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, auf einer Bildungsveranstaltung der SPD in Neufahrn am 29.01.2015.
Den Vorschlag, eine sogenannte "Mittelstufe plus" einzurichten, bezeichnete Güll, der auch Vorsitzender des Bildungsausschusses im BAyerischen Landtag ist, als falschen Weg, da viele Fragen offen seien und der Zeitdruck auf viele Schüler bestehen bleibe: Nur ausgewählte Schülerinnen und Schüler könnten teilnehmen, nämlich wenn "pädagogischer Bedarf" festgestellt werde. Wie dieser Bedarf definiert ist und wer die Auswahl trifft – genau diese wichtigen Fragen sind offen. "Dann hätte mein Sohn also den Stempel auf der Stirn: Du bist langsamer als die anderen, wenn er diesen Weg wählen will?", fragte eine Zuhörerin ...

... Kein freier Zugang zur Mittelstufe plus, keine veränderten Lehrpläne und kein zusätzliches Geld für ihre Einführung: Eine Reform ist das nicht, da waren sich die meisten der Anwesenden einig.
Weitaus bessere Lösungsmodelle gibt es viele, und Martin Güll stellte kurz vor, welche Wege andere Bundesländer längst gehen. Gute Lösungen wären zum Beispiel ein Rückkehr zum G9 mit dem integrierten Angebot eines G8 für interessierte Schüler oder der Weg zum Abitur über eine Gemeinschaftsschule, wie sie von der Bayern-SPD längst vorgestellt wurde (Einen Überblick über andere Bundesländer finden Sie hier).

 
 

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